Was wird geprüft
Der Check zieht alle Google-IDs aus den ausführbaren Teilen des HTML: GA4-Properties (G-…), GTM-Container (GTM-…) und Universal-Analytics-Altlasten (UA-…). Fließtext zählt nicht, ein Blog-Artikel mit einer Beispiel-ID löst den Befund nicht aus, und Groß- und Kleinschreibung zählt: g-recaptcha oder eine CSS-Klasse wie gtm-button sind keine IDs. Mehr als eine distinct ID desselben Typs oder eine UA-ID ergibt „zu prüfen“. Eine ID: ok.
Läuft der Tiefenscan, kommt die Messung dazu. Der Scan-Browser akzeptiert das Banner und zählt die page_view-Pings je Property (tid), getrennt nach Seiten-URL und Consent-Stempel (gcs). Mehr als ein Ping für dieselbe Kombination: kritisch, denn GA4 zählt den Aufruf dann doppelt, egal ob ein zweites Tag oder ein doppelt ausgelöster Trigger dahintersteckt. Was der Scan nicht sieht: Events, die GA4 gebündelt im POST-Body schickt, und Seiten ohne bedienbares Banner. Dort bleibt es bei der Code-Prüfung.
Warum ist das wichtig
Zwei GA4-Properties auf derselben Seite können denselben Pageview doppelt zählen. Sessions, Engagement-Raten und Conversion-Raten driften dann systematisch, und der Fehler fällt erst auf, wenn Zahlen aus GA4 und Backend nicht zusammenpassen. Ein zweiter GTM-Container heißt zusätzlich: Zwei Teams können unabhängig Tags deployen, ohne voneinander zu wissen.
Häufige Ursachen
- Relaunch oder Agenturwechsel: Der neue Container kam dazu, der alte wurde nie entfernt.
- Ein Theme oder Plugin bringt einen eigenen Google-Tag mit, zusätzlich zum zentral verwalteten.
- Die GA4-Migration hat die UA-ID im Code liegen lassen; seit Juli 2023 ist sie wirkungslos.
- Multi-Property-Setups ohne Dokumentation: gewollt eingerichtet, aber niemand weiß es mehr.