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GA4 vs. Matomo: Google-Stack oder Open Source?

Kostenlos ist beides, bezahlt wird unterschiedlich: GA4 mit Daten in der US-Cloud, Matomo mit eigenem Betrieb. Wo sich welcher Tausch lohnt.

KriteriumGoogle Analytics 4 (GA4)Matomo
KategorieWeb & Marketing AnalyticsWeb & Marketing Analytics
Redaktions-Score3,5 / 53,9 / 5
StatusUS-CloudEU-Region
HostingUS-CloudEU-Region
AnbieterUSANeuseeland
PreismodellKostenlos; GA360 als Enterprise-LizenzOpen Source; Cloud-Abo nach Traffic
Tracking ohne ConsentNur modelliert (Consent Mode)Anonymisiert konfigurierbar
DatenhoheitGoogle-Cloud, vertraglich geregeltVollständig, eigene Server
Ads-AnbindungGoogle Ads nativKeine native Anbindung

Zuletzt geprüft: 2026-07-03 · Scores: redaktionelle Bewertung. Wie wir bewerten →

Google Analytics 4 (GA4) passt, wenn

  • Conversion-Daten müssen zurück in Google Ads fließen.
  • BigQuery ist als Warehouse gesetzt, der native Export spart Pipeline-Arbeit.
  • Niemand soll Server betreiben, auch keinen Analytics-Server.

Matomo passt, wenn

  • Datenhoheit steht im Lastenheft: Daten bleiben auf eigener Infrastruktur.
  • Der Datenschutzbeauftragte hat US-Dienste faktisch ausgeschlossen.
  • Lizenzkosten null bei vorhandener Ops-Kapazität.

Entscheidungsmatrix

Ihre SituationEmpfehlungWarum
Google Ads und Shopping als KernkanäleGA4Conversion-Import und Audiences funktionieren nur dort nativ.
US-Dienste sind intern ausgeschlossenMatomoOn-premise bleibt jede Anfrage auf Ihrer Infrastruktur.
Reporting läuft über ein WarehouseGA4Der kostenlose BigQuery-Export ist der kürzeste Weg dorthin.
Interne Compliance-Sicht plus Marketing-Sicht nötigBeide parallelGTM Server-Side bedient beide aus einem Event-Stream.

Privacy & DSGVO

Matomo on-premise hält jede Anfrage auf Ihrer Infrastruktur, ohne US-Transfer und ohne Drittland-Debatte. GA4 bleibt trotz EU-Endpunkten ein US-Cloud-Dienst mit Consent-Pflicht und modellierten Lücken. In der reinen Datenschutz-Abwägung ist das keine knappe Entscheidung.

Implementierungsaufwand

GA4 ist über GTM in Tagen produktiv und im Markt jedem Dienstleister vertraut. Matomo verlangt vorab eine Betriebsentscheidung: eigener Server mit Sizing und Update-Disziplin, oder Matomo Cloud. Beide hängen bei uns hinter GTM Server-Side, damit der Tag-Wechsel keine Website-Änderung braucht.

Preis und TCO

GA4 kostet keine Lizenz; bezahlt wird mit Consent-Abhängigkeit und laufender Datenqualitäts-Arbeit. Matomo self-hosted kostet Server und Ops-Zeit, die Datenbank wächst mit jedem Event. Ab hohem Volumen ist das Matomo-Sizing der größte Einzelposten der Rechnung.

Migration

Historische GA4-Daten lassen sich nicht nach Matomo importieren; der BigQuery-Export bleibt als Archiv. Wir setzen ein neues Event-Schema auf, lassen beide Systeme vier Wochen parallel laufen und validieren die Kernmetriken gegeneinander. Danach fällt die Abschalt-Entscheidung.

Zwei Philosophien, ein Messproblem

GA4 ist der Standard, weil es kostenlos wirkt und das Google-Werbe-Ökosystem direkt bedient. Matomo ist die Antithese: Software im eigenen Haus, Daten im eigenen Haus, Verantwortung im eigenen Haus.

In DACH-Projekten sehen wir selten ein Entweder-oder aus Prinzip. Die Entscheidung fällt fast immer an zwei Stellen: Wie wichtig ist Google Ads, und was sagt der Datenschutzbeauftragte. Die Matrix oben bildet genau diese Fälle ab.

Unser Setup dazu

Passende Leistungen

Quellen

Wo Ihr Tracking heute Conversions verliert, zeigt der Measurement Audit.

Measurement Audit anfragen →
  • Q01
    Ist Matomo ein vollwertiger GA4-Ersatz?

    Für Web-Analytics ja, für das Google-Ökosystem nein. Funnels, Segmente und E-Commerce-Reporting deckt Matomo ab; Conversion-Import und Audiences für Google Ads gibt es nur bei GA4.

  • Q02
    Geht Matomo auch ohne eigenen Server?

    Ja, als Matomo Cloud mit Hosting durch den Hersteller. Damit entfällt der Ops-Aufwand, die Abrechnung läuft nach Traffic.

  • Q03
    Was passiert mit den GA4-Daten nach einer Abschaltung?

    In der GA4-Oberfläche gilt die eingestellte Aufbewahrungsfrist. Dauerhaft sichern lässt sich die Historie über den BigQuery-Export, deshalb aktivieren wir ihn vor jeder Migration.

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